Archiv für den Monat: August 2013

Werzwisch-Aktion

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Linda Hauck, Jan Patrick Schuhmacher und André Jackwerth (v.l.n.r.) beim Kräutersammeln mit den Kindern

„Ist das Aberglaube?“, fragte eine junge Frau frei heraus. Bei der Werzwischaktion der Jungen Union werden Heilkräuter gesammelt, habe sie erfahren, doch den Hintergrund kenne sie nicht. Sie sei das erste Mal dabei. Seit Jahren sind immer mehr das erste Mal dabei. Unverkennbar zeigte sich in Wiesental, dass der volkstümliche Brauch der katholischen Kirche wieder auflebt, voll erblüht, mitreißt und einen Riesenzuspruch findet. 70 Frauen und Männer, Jugendliche und Kinder des Ferienprogramms fanden sich mit ihren Rädern ein, um auf Kräutertournee zu gehen.

Die Organisatoren um Thorsten und Nicole Heißler, Linda Hauck und André Jackwerth hatte alle Hände voll zu tun. Im Hof des alten Rathauses wurden nach eineinhalbstündiger Exkursion die 13 Pflanzen zu einem Strauß gebunden. Werzwischexperte Hugo Mahl vom Heimatverein hatte so viele Kräuter als Ergänzung mitgebracht, dass es für Hunderte von Sträußen reichte. Zur Vervollkommnung gehört, dass diese dann im Gottesdienst gesegnet werden.

In der mittelalterlichen Erfahrungsmedizin waren die „Marienkräuter“ wegen ihrer heilenden Inhaltsstoffe hoch geschätzt. Mit den geweihten Büscheln hatten die Menschen früher das ganze Jahr eine wertvolle Naturapotheke für sich selbst und ihre Tiere zur Hand, wie Hugo Mahl berichtete. Die Legende erzähle, dass die Jünger Jesu das Grab der Gottesmutter offen vorfanden. Daneben blühten Rosen, Lilien und viele, viele Heilpflanzen.

526455_363749593727563_766859920_n                                                Beim Binden der Sträuße

In Wiesental wird der Brauch wohl seit Jahrhunderten gepflegt. Früher sammelten einzelne Bürger die Kräuter für den Werzwisch, seit ein paar Jahren ist dies Gemeinschaftsarbeit dank der JU. Der Abschnitt von Mitte August bis Mitte September gilt als die wertvollste Zeit zum Sammeln der Kräuter, weil die Pflanzen in diesen Wochen angeblich eine besondere Kraft aufweisen.

Informationsausflug zur JPH-Realschule

Das von der grün-rot geführten Landesregierung geforderte Zwei-Säulen-Modell – bestehend aus Gymnasium und Gemeinschaftsschule – könnte schon bald das Aus für die bewährte Schulform der Realschule heißen.
Dieser Umstand veranlasste einige Mitglieder der Jungen Union Waghäusel zu einer gemeinsamen Besichtigung des Geländes der örtlichen Johann-Peter-Hebel Realschule, bei der auch Realschulkonrektor Heiko Mail anwesend war.

971041_362973657138490_1312102688_n                                           Beim Rundgang durch das Gelände

„Bei all den Diskussionen um Dinge wie die verkürzte Schulzeit an Gymnasien und die Abschaffung der Hauptschule, hat man mit der Realschule eine altbewährte und hoch anerkannte Schulform völlig aus den Augen verloren.“, so der Junge-Liste-Stadtrat Heiko Mail.
Zwar gehe der Ansatz nach Chancengleichheit sowie bestmöglicher individueller Forderung grundsätzlich in die richtige Richtung, zwei Jahre nach Amtsantritt der rot-grünen Landesregierung sei die Bilanz für dieses Vorhaben jedoch sehr ernüchternd.
Mit dem Wegfall der Lehrerempfehlung schicken die meisten Eltern ihre Kinder im Zweifelsfall aufs Gymnasium, was dazu führt, dass die Real- und Hauptschulen weniger Zulauf an Schülern haben und folglich immer stärker vom Aussterben bedroht sind.

Im Zuge des Rundgangs wurden die bestehenden Schulbauten ebenso wie die umliegende Infrastruktur in Augenschein genommen.

Im Anschluss der Begehung bedankten sich der Vorsitzende André Jackwerth und die stellvertretende Vorsitzende Linda Hauck im Namen der JU Waghäusel bei Heiko Mail für die Führung durch das Realschulgelände, womit eine informative Veranstaltung zur aktuellen Schulpolitik ihr Ende nahm.