Archiv für den Monat: Juli 2013

Junge Union besichtigt Eremitage

Die Mitglieder der Jungen Union Waghäusel unternahmen, nachdem sie die Eremitage in ihr neues Logo aufgenommen hatten, einen gemeinsamen Ausflug zum Wahrzeichen der Stadt Waghäusel.
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Bei einem Rundgang durch das Gelände konnten sich alle anwesenden Mitglieder ein Bild von dem sehr gut erhaltenen Bauwerk machen und zudem durch die stellvertretende Vorsitzende Linda Hauck viele geschichtliche Hintergründe zu dem heute denkmalgeschützten Ensemble erfahren.
Ursprünglich als Sommerresidenz der Bischöfe von Speyer gedacht, wurde der Gebäudetrakt von 1724 bis 1729  nach den ersten Plänen von Michael Ludwig Rohrer, dem Hofbaumeister von Franziska Sibylla Augusta, der damaligen Markgräfin von Baden, erbaut. Kurz nach der Fertigstellung erfolge um 1732 die Ausmalung durch ein Deckenfresko von Giovanni Francesco Marchini, welches 1946 bei einem Brand leider zerstört wurde. Nach der Auflösung des Fürstbistums Speyer beim Reichsdeputationshauptschluss 1803 behielt der letzte Fürstbischof bis zu seinem Tod im Jahr 1810 das Wohnrecht auf der Eremitage Waghäusel. 1837 erwarb die „Badische Gesellschaft für Zuckerfabrikation“ die Schlossanlage vom badischen Staat und errichtete auf dem 13 Hektar großen Gelände die bis 1995 bestehende Zuckerfabrik Waghäusel. 1997 verkaufte die Südzucker AG das Schlossareal an die Stadt Waghäusel. Seither wurde der Gebäudetrakt mit Zuschüssen des Landes Baden-Württemberg umfassend saniert und die umstehenden Fabrikgebäude größtenteils abgerissen.
Im Anschluss der Veranstaltung bedankte sich der Vorsitzende André Jackwerth recht herzlich bei der stellvertretenden Vorsitzenden Linda Hauck für die gemeinsame Organisation des Nachmittags.